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Geldanleihen an der Umlaufrendite vergleichen

Im Bereich Anleihen ist das Angebot sehr vielschichtig, sodass dem Anleger viele Möglichkeiten geboten werden, in welche Art von Wertpapieren er letztendlich investieren kann. Eine Möglichkeit sind die so genannten Geldanleihen.

Diese Anleihen werden fast ausschließlich von Unternehmen, mitunter auch von Banken ausgegeben, und sind besser unter dem Namen Inhaberschuldverschreibung (IHS) bekannt. Die Papiere verbriefen dem Käufer und Inhaber stets eine Forderung gegenüber dem Emittenten und sind aufgrund ihres Charakters als Inhaberpapiere relativ formlos übertragbar. Meistens können Geldanleihen an der Börse gehandelt werden. Wenn man als Anleger wissen möchte, ob der Zinssatz, welcher im Rahmen einer Geldanleihe angeboten wird relativ gut oder eher im schlechteren Bereich anzusiedeln ist, dann bietet sich der Vergleich des Zinssatzes mit der Umlaufrendite an. Die Umlaufrendite stellt eine Durchschnittsrendite dar, und zwar genauer gesagt die Durchschnittsrendite aller Anleihen von inländischen Emittenten. Diese Anleihen müssen sich bereits im Umlauf befinden, also bereits emittiert worden sein, und es werden nur Anleihen „gewertet“, deren Emittent eine erstklassige Bonität aufweisen kann. Es werden für die Umlaufrendite zu meist Staatsanleihen berücksichtigt und im Allgemeinen auch generell nur Anleihen, die auf die Währung Euro lauten.

In einem Satz kann man die Umlaufrendite so erklären, dass diese das Zinsniveau des Kapitalmarktes darstellt. Insofern können alle Anleihen, die dem Anleger zur Auswahl stehen, bezüglich ihrer Rendite mit dieser Umlaufrendite als Durchschnittswert verglichen werden, somit natürlich auch die Renditen der Geldanleihen. Wenn nun die Rendite einer Inhaberschuldverschreibung höher als die Umlaufrendite ist, dann ist das zunächst für den Anleger natürlich positiv, weil er einen vergleichsweise höheren Zinssatz für sein angelegtes Kapital erhalten würde. In einem zweiten Schritt sollte man sich aber dennoch an dieser Stelle fragen, warum die Verzinsung der Geldanleihe besser ist als die durchschnittliche Verzinsung der anderen Anleihen. Meistens kommt man zu dem Ergebnis, dass die Bonität des Emittenten der Geldanleihe nicht unbedingt als erstklassige einzustufen ist. Da die Umlaufrendite wie bereits erläutert nur den durchschnittlichen Zinssatz aller Anleihen von Emittenten mit sehr guter Bonität widerspiegelt, kann davon ausgegangen werden, dass Geldanleihen mit einer besseren Rendite entweder von Emittenten ausgegeben worden sind, die sich am „oberen Ende“ der in die Auswahl integrierten Emittenten gehören (was den Zinssatz betrifft), oder es sich eben um Emittenten handelt, die aufgrund einer schlechteren Bonität und dem damit verbundenen höheren Risiko für den Anleger eine höhere Rendite anbieten müssen, damit die Anleihen gekauft werden. Insofern kann man die Geldanleihen zwar an der Umlaufrendite vergleichen, der eventuell vorhandene „Risiko-Aspekt“ sollte dabei auch bei sehr guten Renditeprognosen aber ebenfalls berücksichtigt werden.