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Zinsen für Tagesgeld im Ausland im Vergleich

Bei vielen Anlegern steht bei der Wahl des Tagesgeldes als Geldanlage die hohe Sicherheit dieses Finanzproduktes im Vordergrund. Dennoch ist selbstverständlich der mögliche Ertrag nicht unwichtig, zumal es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen einigen Anbietern gibt, was die zu erhaltenden Tagesgeldzinsen betrifft.

Da sich der Zinssatz für das Tagesgeld in erster Linie an den jeweils gültigen Leitzinsen orientiert, ist derzeit zum Beispiel in Deutschland bzw. im gesamten Euro-Raum nur ein recht niedriger Zinssatz bei der Tagesgeldanlage zu erwarten. So liegt der durchschnittliche Zinssatz aktuell (April 2010) bei ca. 1,70 Prozent. Möchte der Anleger zwar nicht auf das Tagesgeld verzichten, dennoch aber eine bessere Rendite erhalten, dann gibt es alternativ natürlich auch noch die Möglichkeit, eine Tagesgeldanlage im Ausland zu nutzen. Zinsen für Tagesgeld im Ausland können im Vergleich zu den Zinsen deutscher Banken durchaus höher sein, sodass sich die Anlage für den Kunden aus Deutschland bei ausländischen Banken mitunter lohnen kann. Schaut man derzeit allerdings in die direkten Nachbarländer wie Schweiz oder Österreich, so bewegen sich die Tagesgeldzinsen hier auf etwa dem gleichen Niveau wie in Deutschland. Bei Österreich ist dieses ohnehin zwangsläufig so, weil die Zinsen am Euro hängen bzw. am EZB-Leitzinssatz, der natürlich auch für Österreich gilt. Man muss sich demnach also außerhalb des Euro-Raumes umschauen und die Tagesgeldzinsen im Ausland mit den hiesigen Zinsen vergleichen. Sicherlich wird man einige Länder finden, in denen die dortigen Banken einen höheren Zinssatz als hierzulande für das Tagesgeld zahlen können.

Allerdings muss der Anleger natürlich zwei Dinge berücksichtigen, falls die Wahl auf eine ausländische Bank fällt, weil dort der Zinssatz im Bereich Tagesgeld vergleichsweise höher als in Deutschland ist. Und zwar geht es um die Sicherheit der Tagesgeldanlage und um ein latent vorhandenes Währungsrisiko. Die aus dem Euro-Raum bekannte Einlagensicherung, die sich auch auf Gelder auf Tagesgeldkonten erstreckt, gibt es nämlich außerhalb der EU nur in sehr wenigen Ländern. Hier muss sich der Anleger demnach im Klaren sein, dass eine Tagesgeldanlage beispielsweise in Russland sicherlich nicht die hohe Sicherheit bieten kann, wie es hierzulande der Fall ist. Hinzu kommt noch das potentielle Währungsrisiko. Denn wenn man sich für eine Tagesgeldanlage außerhalb des Euro-Raumes entscheidet, dann wird die Anlage nicht in Euro, sondern in der jeweiligen Landeswährung erfolgen. Diese Währung kann sich während der Nutzungsdauer des Tagesgeldkontos natürlich negativ gegenüber dem Euro entwickeln, sodass der Anleger später beim Tausch der Fremdwährung in Euro eventuell weniger Kapital zurück bekommt, als er „damals“ angelegt hat. Diese zusätzlichen Risiken sollte man also beim Zinsvergleich von Tagesgeld im Ausland keineswegs unberücksichtigt lassen.